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Altstraßenforschung:


Das Ziel der Projektgruppe ist primär die Dokumentation in Wort und Bild von Römerstrassen im Landkreis Dachau und weiterhin die Feststellung und Auffindung von römischen Befunden entlang dieser Straßen. Alle diese Informationen münden in eine Broschüre über die römischen Hinterlassenschaften im Landkreis Dachau.

Begonnen wurde mit der Bestandsaufnahme von Römerstraßenverläufen und Funden römischer Zeitstellung im Landkreis Dachau und den umliegenden Landkreisen aus vorhandener Literatur und Auswertung der Forschungs-Unterlagen von Klaus Witschel. Kontakte zu weiteren Heimatforschern und benachbarten Altstraßenforschern sind und werden hergestellt.

Ab März 2010 wurde mit der Feldarbeit begonnen. Eine Landkreiskarte mit den möglichen Straßenresten ist in Arbeit. Hierzu wurde ein geographisches Informationssystem aufgebaut, so daß alle Befunde und Funde georeferenziert bis auf den Meter genau eingetragen werden können.

Die Auffindung und Eintragung solcher römischer Befunde (Bauten, Nachbestattungen, Münzhorte , Grabhügel, etc.) ist aufgrund unvollständiger Unterlagen nicht befriedigend. Die informationsreichsten Quellen scheinen hier Privatpersonen zu sein.

Mittlerweile wurden alle Gemeinden im Landkreis und in einigen Nachbarkreisen auf (Straßen)-Namen überprüft (Hochstrasse, Römerstrasse, Eck, Egg (equus), Hohlweg, Weil/Weiler, (Wein).., etc...). Interessanterweise decken sich (fast) alle diese heutigen Straßenverläufe/Ortsnamen mit bereits bekannten Überresten römischer Zeitstellung. Gewann- oder Flurnamen sind leider nicht erfaßt und können nur zufällig überprüft werden.

An verschiedenen Stellen werden bekannte Römerstrassen untersucht, deren Abmessungen festgestellt und durch einen Bohrstock Vertikalprofile erstellt. Diese Vertikalprofile werden in Röhren aufgesammelt und dokumentiert. Damit ist jederzeit ein Vergleich mit unbekanntem Terrain möglich.

In Riedenzhofen wurde versuchsweise ein Bodenradar eingesetzt, um die Römerstraße zu orten.

Weiterhin wird das Geländeprofil zwischen Stationen aufgenommen, um zu überprüfen, ob und wie zur Römerzeit die Vermesser (agrimensores) mit Hilfskonstruktionen auf Berghügeln oder Wachtürmen oder Vermessungstürmen gearbeitet haben.