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Vereinsname

Flurbegehungen:


Leitfaden der Projektgruppe Flurbegehungen


Ziele:
Ziel 1 der Projektgruppe ist es, soweit möglich für den Landkreis Dachau ein Kartenwerk (Gesamtordner) zu erstellen, dem entnommen werden kann, welche Flächen im Landkreis Dachau im Rahmen archäologischer Flurbegehungen bereits begangen wurden, welche Feststellungen/ Funde in welchem Umfang auf diesen Flächen gemacht wurden und ob dort weitere Begehungen sinnvoll erscheinen.

Schwerpunktmäßig sollen hier Flächen in Augenschein genommen werden, die z.B. durch Bebauung bedroht und/ oder auch auf Grund verschiedener einzelner (auch vager) Hinweise z.B. günstige Bodenbeschaffenheit, Exponiertheit, Gerüchten aus der Bevölkerung, Tipps aus dem Verein oder des Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege archäologische Funde vermuten lassen.

Ziel 2 ist es, wissenschaftlich korrekte Flurbegehungen (Feinbegehungen) auf Flächen durchzuführen, bei denen bereits konkrete Hinweise (z.B. Funde, konkretes Kartenwerk) vorliegen, die vorgeschichtliche Siedlungsplätze, Bestattungsplätze oder Straßenverläufe vermuten lassen.

Hierfür können Flächen in Frage kommen die bei o.g. Grobbegehungen aufgefallen sind, die z.B. von anderen Projektgruppen z.B. Römerstraßen, römische Villen an die Projektgruppe Flurbegehungen herangetragen werden, oder die auf Anraten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege in Frage kommen.

Wegen der umfangreichen Vor- und Nachbereitung der Feinbegehungen wird die Anzahl dieser Begehungen auf eine bis max. zwei pro Halbjahr begrenzt. Die erste Feinbegehung 2010 wird im Herbst angesetzt.

Wege zur Zielerreichung:
1. Grobbegehungen (keine Verwendung von Sonden!)
Die einzelnen Projektgruppenmitglieder sollen selbständig (in kleinen Gruppen oder allein) fundverdächtige Flächen begehen.

Wer Versicherungsschutz durch die Haftpflichtversicherung des Archäologischen Vereins wünscht, muss vor jeder Vereinsaktion (hier: Begehung) den Archäologische Verein unter der E-Mail Adresse kontakt@archäologie-dachau.de oder tel. (089-41 60 60 51) informieren. Die gemachten Funde sind zu dokumentieren. Von entscheidender Bedeutung ist dabei, dass insbesondere auch die Begehung der Flächen festgehalten wird, auf denen keine Funde gemacht wurden oder zu erwarten sind.

Im Anschluss an die Begehung ist die untersuchte Fläche in einem Luftbild oder einer Karte (s. google/ Bayernviewer Denkmal) zu kennzeichnen. Für die Funde können die Projektgruppenmitglieder ein Fundmeldeformular das von Vincenzo Pascale erstellt wurde verwenden.

Auffallende Fundhäufungen oder besondere Funde sollten ebenfalls auf dieser Karte festgehalten werden.

Es sollten auch archäologisch möglicherweise interessante Informationen, die sich beispielsweise aus Gesprächen mit Grundstückseigentümern oder anderen ortskundigen Personen ergeben, dokumentiert werden.

Offensichtlich bedeutende und wertvolle Funde bitte unverzüglich und eigenverantwortlich dem Vereinsvorstand, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und dem Grundstückseigentümer mitteilen!

Von Fundmunition u.ä. bitte die Finger lassen und ggf. unverzüglich die Polizei informieren!

2. Feinbegehungen (s. Vorgehen Bayerzell)
Alle Termine und organisatorischen Maßnahmen im Vorfeld werden mit dem Vereinsvorstand abgestimmt um Überschneidungen mit anderen Vereinsveranstaltungen zu vermeiden.

3. Erstellung eines Gesamtordners
Die Projektgruppe strebt an, einen Ordner in Papierform zu erstellen, in dem die bei den Begehungen der einzelnen Projektgruppenmitglieder festgehaltenen Informationen nach Gemeinden und Ortsteilen abgelegt werden.

Dieser Ordner wird von Hartmut Cyliax/ Vincenzo Pascale verwahrt und steht den einzelnen Teilnehmern jederzeit auf Anfrage, oder an den vierteljährlichen Treffen zu Einsichtnahme zur Verfügung gestellt.

Die Unterlagen und gesammelten Informationen sollen regelmäßig mit anderen Quellen im Verein abgestimmt und auch dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege mitgeteilt werden.

4. Vierteljährliche Treffen im Thoma Haus:
  • Hilfestellung und Ausbildung
  • Bestimmungsmöglichkeit der Funde aus Grobbegehungen durch entsprechend fachkundige Personen aus dem Archäologischen Arbeitskreis oder ggf. des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
  • Übergabe der von Mitgliedern ausgefüllten Fundformulare und Luftbilder für Gesamtordner
  • Einsichtnahmemöglichkeit in Gesamtordner
  • Aktualisierung der Adressenlisten
  • Vor- und Nachbereitung Feinbegehung
  • Informationsaustausch allgemein