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Vereinsname

Keltengehöft:

Im April 2010 hat der Archäologische Verein die Errichtung eines Keltengehöftes beschlossen. Dazu hat der Verein eine eigene Projektgruppe ins Leben gerufen, die im Rahmen der experimentellen Archäologie und der Archäotechnik die Rekonstruktion durchführen soll, beides Methoden, die von der Wissenschaft in immer größerem Maßstab zur Gewinnung von Erkenntnissen herangezogen werden und vor allem in einschlägigen Museen im Rahmen der "lebendigen Museumspädagogik" inzwischen elementare Bedeutung besitzen.

Von den über 100 Mitgliedern des Vereins haben sich 16 Personen für die Projektgruppe gemeldet, darunter gelernte Handwerker, ein Bauingenieur, zwei Fachleute für Rekonstruktionen und eine promovierte Archäologin, die bereits mehrfach zu prähistorischem Siedlungswesen publiziert hat.

Die Projektgruppe plant folgende Elemente, die im Keltengehöft errichtet werden sollen:
  • Ein Hauptgebäude mit den Maßen 10 Meter breit, 8 Meter tief, 2 Meter hohe Seitenwand und 6 Meter Firsthöhe.
  • Ein Vorratsgebäude mit etwa 2 x 2 Metern, das als Pfahlbau geringfügig vom Boden abgehoben errichtet wird.
  • Ein Allzweck-Gebäude mit etwa 4 x 6 Metern.
  • Ein Hausgarten zum Anbau typischer eisenzeitlicher Pflanzen.

Die geplanten Objekte beziehen sich dabei nicht auf tatsächliche Befunde im Dachauer Land, da solche bisher kaum vorhanden sind, sondern werden nach typischen ähnlichen Elementen aus Siedlungsfunden der Eisenzeit gestaltet.

In einer Gesamtbauzeit von 3 Jahren sollen die Elemente durch Eigenarbeit der Projektgruppe errichtet und nach der Fertigstellung auch betreut werden. Das notwendige Material für die Objekte soll durch Spenden oder notfalls durch Ankauf bezogen werden.

Das Betriebskonzept für das Keltengehöft sieht verschiedene Aspekte vor. Im Wesentlichen geht es vorrangig um die Rekonstruktion eines eisenzeitlichen Gebäudes als Langzeitexperiment. Weiterhin ist geplant, dass es Besuchern ermöglicht wird, im Rahmen von Führungen das Projekt kennenzulernen. Die Besucher werden dabei durch speziell geschulte Vereinsmitglieder betreut und informiert. Außerdem sollen Schulen, Kindergärten und Institutionen der Dachauer Erwachsenenbildung angesprochen werden, damit sie spezielle Kursangebote in ihr Programm aufnehmen, z.B. Aktionen der Experimentellen Archäologie, wie historisches Feuermachen, Brotbacken im Lehmofen, antike Gefäße aus Keramik nachbilden etc. Das Projekt Keltengehöft soll das Bewusstsein für die traditionsreichen Wurzeln der Region stärken und somit die Identifizierung mit dem Landkreis Dachau steigern. Gefördert wird auch das Verständnis für Archäologie in der Bevölkerung, so dass diese Akzeptanz zum Erhalt von archäologischen Fundstellen, die von einer Besiedelung dieses Gebiets seit der Vorzeit künden, deutlich beitragen wird (Bodendenkmalschutz, Heimatpflege, regionales Kulturbewusstsein).